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Geschichte
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Die Geschichte des Telefons...

... ist schon häufig beschrieben worden. Wenn man sich damit aus heutiger Sicht beschäftigt gibt es viele interessante Eckpunkte in der Entstehungsgeschichte.

In den entwickelten Ländern war man Mitte des 19. Jahrhunderts damit beschäftigt, technische Möglichkeiten zu erproben und zu entwickeln, um mittels Telegrafie Nachrichten über große Strecken und mit geringen Zeitverzug zu übermitteln.

TelegrafTypendrucktelegraf von Hughes

Neben mehreren mechanischen und lichttechnischen Übertragungseinrichtungen gab es bereits vor der Erfindung des Telefons die Möglichkeit Texte in Form von Buchstaben über lange Stecken elektrisch zu übermitteln. Eben so war die Morsetechnik und auch das Morsealphabet bereits erfunden und im Gebrauch

 

 

 

Als Erfinder oder Pioniere des Telefons können gleich mehrere Personen genannt werden.

BourseulCharles Bourseul (* 28. April 1829 in Bruessel; † 23. November 1912 in Saint-Céré Frankreich) veröffentlichte am 18. August 1854 in einem Aufsatz, welcher in Paris veröffentlicht wurde, die Idee des elektrischen Telefons. Seine Aufzeichnungen wurden 1907 auf seinen Antrag hin, vom französischen Generalpostmeister Mougeot als Erfindung des Fernsprechers gewertet.

 

 

 

reis1Philipp Reis (* 7. Januar 1834 in Gelnhausen; † 14. Januar 1874 in Friedrichsdorf) stellte 1861 in Frankfurt am Main den ersten Apparat vor. Mit diesem war es möglich, mittels Geber und Empfänger sich zu unterhalten und dass auf unbestimmte Distanz. Der erste Satz, ging in die Geschichte ein und zwar “Das Pferd frißt keinen Gurkensalat” Der Geber (heute Mikrofon) bestand aus einer Membran, welche aus einer Schweinsblase gefertigt wurde und sich am Ende eines Einspracherohres befand. Von der Membran aus wurden über einen Kontakt die Schwingungen im Stromkreis mit unterschiedlichen Wiederstand, einen der akustischen Schwingung folgenden, unterschiedlichen Strom auslöste. Zum Wiederhörbarmachen wurde der Strom durch eine Spule geleitet. Die unterschiedlichen Impulse erzeugten in dieser unterschiedliche Magnetfeldstärke, welche wiederum die sich in der Spule befindende Stricknadel mechanisch in Bewegung setzte. Eine aus Tannenholz gefertigte Membran, welche sich als Deckel auf einem Resonanzkästchen befand wurde von der Stricknadel in akustische Schwingungen versetzt. Die Erfindung von Reis wurde völlig verkannt und als physikalischen Spielzeug abgetan. Die Zeit war noch nicht reif für diese Erfindung. Philipp Reis prägte den Begriff “Telefon”

 

bell1Alexander Graham Bell (* 3. Maerz 1847 in Edinburgh, Schottland; † 1. August 1922 in Baddeck, Nova Scotia, Kanada) konstruierte den ersten für den Telefonverkehr brauchbaren Fernsprechapparat und meldete diesen am 14.02.1876 beim Patentamt an. Er war als Taubstummenlehrer tätig und verfolgte die elektrische Schallübertragung. in seinem Apparat wurden 2 Elektromagnete angeordnet, deren magnetische Kreise nicht geschlossen waren. Sie enthielten je einen Kern aus Federstahl. Wurde ein Anker in einer bestimmten Tonhöhe zum Schwingen gebracht, übertrug sich dessen mechanische Schwingung durch Induktion auf die Spule des Magneten, da der Anker auch Teil des magnetischen Kreise der Spule war. Nach erneuter Umsetzung auf magnetischen Wege wurde so ein Schwingen des Federstahlkerns in der Tonhöhe des Ankers erreicht

 

gay1Elisha Gray (* 2. August 1835 in Barnesville, Ohio; † 21. Januar 1901 in Newtonville, Massachusetts) reichte sein Patent zum Telefon ca. 2 Stunden nach Alexander Graham Bell beim amerikanischen Patentamt ein. Es folgten lange und heftige Patentprozesse. Die Prozesse brachten für Gray nichts, Bell erhielt das Patent. Der Apparat von Elisha Gray enthielt als Geber bereits einen Flüssigkeitswiderstand. dieses lässt Tendenzen zum späteren Mikrofon erkennen. Das von Gray angewendete Prinzip auf der Hörerseite entspricht genau dem Prinzip, welches das eines magnetischen Kopfhörers entspricht und immer noch aktuell ist.

 

Stephan Heinrich von Stephan, (* 7. Januar 1831 in Stolp, Pommern; † 8. April 1897 in Berlin) als Generalpostmeister läutete er die Geburtsstunde des Fernsprechens in Deutschland ein. Die ersten Versuche gab es mit Bell - Apparaten am 25. Oktober 1877 in den Räumen des General-Telegrafenamtes. Er baute zwischen 1877 und 1881 das Telefonnetz in Deutschland auf und schloss bereits 1875 das Telegrafenwesen der Post an

 

 

 

HughesDavid Edward Hughes (* 16. Mai 1831 in Green-y-Ddwyryd † 22. Januar 1900 in London) erfand 1878 das Kohlemikrofon. Überlieferungen zu Folge soll es so empfindlich gewesen sein, dass eine laufende Fliege gehört werden konnte. Seine Erfindung stellte er zur freien Verfügung. Auf eine Patentanmeldung verzichtete er. Ohne diese Mikrofonentwicklung hätte sich das Telefon nicht derart schnell durchgesetzt

 

 

Die Entwicklung...

...ging dann rasend schnell voran. Es entstanden in vielen Ländern die ersten Telefonnetze und die Entwicklung der Apparate wurde auch ständig vorangetrieben

Die Fernsprechapparate wurden in den nächsten Jahren immer kleiner, leichter und formschöner

Handzeichnung

Handzeichnung von Philipp Reis

Telefon und Stricknadel - Empfänger. Die Stricknadel befindet sich im Inneren der langgestreckten Spule

 

 

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Apparat aus dem 19. Jahrhundert, wog 8,2 Kg

Apparat um die Jahrhundertwende 19. /20.  5,3 Kg

 

 

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Fernsprechapparat mit Nummernschalter, 1907, 8,5 Kg 

Apparat 1912/13

 

 

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Apparat 1919

  Apparat 1928